Wolle ist Hauptbestandteil des Strickkleids

Kinderkleidung für kalte Wintertage

Nur weil es kalt und nass draußen ist, heißt das noch lange nicht, dass der Spiel- und Bewegungsdrang von Kindern gebremst wäre. Ganz im Gegenteil. Nichts ist schöner als die Tollerei im Schnee, die Schlittenfahrt oder die Schneeballschlacht.

Kinder vergessen in der sprichwörtlichen Hitze des Gefechtes oft darauf, dass ihnen kalt ist und eine Erkältung oder ein Schnupfen ist dann nur noch eine Frage der Zeit. Das richtige „Einpacken“ ist gefragt.

Kinder anziehen nach dem Zwiebelprinzip

Wenn die Außentemperaturen sinken, sich das Kind an der frischen Luft bewegt und vielleicht auch schwitzt, ist es besonders wichtig es angemessen zu kleiden. Um Erkrankungen vorzubeugen empfiehlt sich das sogenannte Zwiebel- oder auch Zwiebelschalenprinzip.

Dabei kleidet man das Kind in unterschiedliche Schichten aus verschiedenen Kleidungsstücken. Dies begünstigt den Feuchtigkeitstransport, die Dampfdiffusion und auch den Schutz gegen Wind.

Grundsätzlich geht man von drei Schichten aus:

  • Basisschicht (auch Schweißtransportschicht genannt)
  • Isolationsschicht (oder Wärmeschicht)
  • Witterungsschutzschickt (oder Oberschicht)

Die Basisschicht sollte Unterwäsche, idealerweise aus Polyester oder Polypropylen sein. Diese Materialien saugen sich nicht so mit Flüssigkeit voll, wie zum Beispiel Baumwolle. Die Hauptaufgabe dieser Schicht ist es, Schweiß vom Körper wegzuleiten. Ein besonders gut geeignetes Material ist die klassische Wolle oder die besonders feine Merino Schafwolle.

Auch wenn sie bis zu 30% ihres Eigengewichtes an Flüssigkeit aufnehmen kann, so hält sie dann immer noch warm, ohne sich nass anzufühlen.

Die Isolations- oder Wärmeschicht sorgt dafür, dass Körperwärme gespeichert wird. Hier eignen sich Kleidungsstücke wie Strickjacke, Pullover oder eine Fleecejacke. Wenn die untere Basisschicht aus Kunstfasern besteht, eignet sich für diese Schicht ebenfalls Wolle sehr gut. Besuchen Sie den nachfolgenden Link für Empfehlungen im Bereich Kinder und Baby-Strickjacken. Natürlich kann es auch ein guter Wollwalk aus Walkloden sein.

Als Oberschicht eignen sich besonders Kleidungsstücke aus Gore-Tex und anderen witterungsbeständigen Materialien. Wichtig ist, dass die Kleidungsstücke einerseits atmungsaktiv sind, sodass die Feuchtigkeit des Körpers nach außen verdunsten kann, aber andererseits auch keine Zugluft von außen eindringen kann.

Gerade beim Spielen im Freien und bei windigem Wetter ist dies besonders wichtig. Auch imprägnierte Kleidungsstücke eignen sich besonders als Oberschicht, da sie wasserabweisend sind, aber dennoch genug Dunst nach Außen leiten.

Durch die verschiedenen Schichten wirken die Luftpolster zwischen und in den Schichten als Wärmeisolator.

Schutz gegen Schnee und Regen

Bei Extremwetter, zum Beispiel starken Regen oder Schneefall, beim Skifahren oder Rodeln empfiehlt sich der klassische Schneeanzug.

Dieser ist ideal als Oberschicht geeignet und isoliert besonders gut gegen das Eindringen von Feuchtigkeit in Form von Schnee oder Regen (da es kaum „offene Stellen“ gibt).

Es gibt auch inzwischen schon günstige Angebote bei lokalen Discountern die sich vor teuren Marken nicht verstecken müssen, wie der Aldi Schneeanzug von Impidimpi beweist.
Hier kann keine Jacke hoch oder eine Hose runterrutschen, auch nicht beim wildesten Spiel im Freien!

Anzeichen für Unterkühlung bei Kindern

Die typischen Anzeichen treten in 3 Stadien auf.

Im Erregungsstadium (leichte Unterkühlung) zeigt sich ein Zittern, die Aussprache wird undeutlich, die Haut blass. Dies kann bis zu einer bläulichen Verfärbung der Hände und Füße führen, die Atmung wird tiefer und der Herzschlag schneller.

Im bereits gefährlichen Erschöpfungsstadium (mittelschwere Unterkühlung) wird das Kind teilnahmslos und starr. Es kann bereits zu Bewusstseinsstörungen kommen. Herzschlag und Atmung sind stark verlangsamt und die Haut deutlich bläulich-grau verfärbt, wie man hier nachlesen kann.

Das Lähmungsstadium (schwere Unterkühlung) bedeutet höchste Lebensgefahr. Betroffene zeigen keinerlei Reaktion mehr, sind wie im Koma. Der Herzschlag ist unrhythmisch oder ausbleibend. Der Kältetod droht!

Erste Hilfe Maßnahmen bei Unterkühlung

Handelt es sich nur um eine leichte Unterkühlung, beruhigen sie das Kind, entfernen Sie feuchte Kleidungsstücke und bringen Sie das Kind an einen armen Ort, geben Sie warme Getränke.

Bei einer mittelschweren Unterkühlung ist es wichtig den Körperstamm zu wärmen, nicht aber die Arme oder Beine zu bewegen. Halten Sie das Kind warm und verständigen Sie den Notarzt.

Bei einer schweren Unterkühlung prüfen Sie unbedingt auf Atmung und Puls und führen Sie gegebenenfalls Wiederbelebungsmaßnahmen durch. Bewegen Sie die Gliedmaßen nicht, verständigen Sie schnellstmöglich den Notarzt.